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Glossar (Hei - Hen)
Heidsieck, Charles
Florenz Heidsieck gegründet 1785 in Reims ein Champagnerhaus, 1805 nahm er seinen Neffen Charles in die Firma auf. 1834 kam es zu einer Teilung der Firma: Es firmierten nun drei Heidsieck-Ableger, Charles Heidsieck, Heidsieck Monopole und Piper-Heidsieck. Das Haus Charles Heidsieck ist seit 1851 im Besitz der gleichen Familie; in den weitläufigen Kreidekellern reifen rund 15 Millionen Flaschen Champagner. In Deutschland werden von Charles Heidsieck angeboten: Demi Sec, Sec, Brut Vintage, Blanc de Blancs und "La Royale" Vintage.
Heidsieck Monopole
1785 gründete Florenz Heidsieck in Reims das Champagnerhaus Heidsieck, 1834 spaltete sich die Firma in Charles Heidsieck, Heidsieck Monopole und Piper-Heidsieck. Heidsieck Monopole besitzt ein Drittel seines für die Champagner-Herstellung benötigten Weins in eigenen Weinbergen, der Rest muß zugekauft werden. Die Heidsieck-Keller liegen bis zu 22 Meter tief unter der Erde und bergen einen Vorrat von rund sieben Millionen Flaschen. In Deutschland bietet Heidsieck-Monopole an: Monopole Red Top Sec, Dry Monopole Brut, Dry Monopole Jahrgang Brut, Dry Monopole Jahrgang Rosé Brut, Diamant Bleu Jahrgang; sowie einen Marc de Champagne Très Vieux (42 Prozent).
Heinrich Dry Gin
Unter den deutschen Gin-Erzeugnissen ist Heinrich Dry am bekanntesten. Er wird nach einem Spezialverfahren unter Verwendung von Mittelmeer-Wacholderbeeren destilliert. Alkohol: 40 Prozent
Helbing
Die Firma Helbing stellt seit 1836 in Hamburg nach einer überlieferten Rezeptur einen Kümmel her. Helbing's Feiner Kümmel hat 35 Prozent Alkohol.
Henius, Isidor
war der erste, der 1846 in Aalborg, Dänemark, Aquavit herstellte
Henkell
Eigentlich stammen die Henkells aus der Mark Brandenburg. Um das Jahr 1600 wanderte ein Mitglied der Familie aus und kam bis nach Kassel. Dort heiratete er, und seine Nachfahren lebten als Nadelschmiede in Kassel. Estwa sieben Generationen nach dem Auswanderer wurde Adam Henkell geboren. Auch ihn zog es in die Fremde. Er hatte, als er 31jährig 1832 in Mainz sein eigenes Weingeschäft gründete, Lehr- und Wanderjahre in Frankreich hinter sich: Er war mit der "Champagnisierung" des Weines vertraut gemacht worden und hatte dabei seine Vorliebe für den schäumenden Wein entdeckt. Der Wettbewerb im Wein-Handel war mittlerweile hart, und auch deutsche Kellereien hatten schon mit der Erzeugung von Schaumwein experimentiert. "Dennoch", so steht es in der Firmenchronik, "entschied sich Adam Henkell für das unternehmerische Wagnis der Sektherstellung. Das gär-technische Risiko wurde anfangs noch durch Lohnherstellung in benachbarten Kellereien abgesichert. Aber schon ab 1856 weisen die Henkell-Geschäftsbücher eigene Abfüllungen von jeweils 12 000 Flaschen aus. Adam Henkell hinterließ bei seinem Tode im Jahre 1866 seinem Sohn Rudolf ein Haus "mit respektablem Ruf". Die Firma war damals einer der größten Wein-Exporteure, das Sekt-Geschäft spielte dabei noch keine große Rolle. Der Durchbruch gelang Otto Henkell 1894 mit dem Henkell Trocken. Die Zahlen beweisen es: Der Umsatz stieg von 80 000 Flaschen (1892) auf 3,5 Millionen - in fünfzehn Jahren. Die über ganz Mainz verteilten 50 Keller reichten 1907 nicht mehr aus, um wirtschaftlich produzieren zu können. Man beschloß, in Wiesbaden-Biebrich neu zu bauen. Den Planungsauftrag erhielt der Architekt Paul Bonatz, unter seiner Leitung entstand von 1907 bis 1909 ein eindrucksvoller, klar gegliederter Bau. Die große Empfangshalle mit Freitreppe, Säulengalerie und Stuck ist bis heute der repräsentative Rahmen für Empfänge des Hauses Henkell. Die beiden Weltkriege beeinflußten die Entwicklung des Hauses tiefgreifend. Neben Produktionseinschränkungen und zeitweiligen Stillegungen der Kellerei brachte der Versailler Vertrag am Ende des Ersten Weltkrieges die Enteignung der Kellereien des Unternehmens in der Champagne, Inflation und Wirtschaftskrise waren die Gründe weiterer Verlust. Mit 22 Jahren mußte Otto Henkell 1945 die Leitung des angeschlagenen Unternehmens übernehmen. Es war eine große Verantwortung, die auf dem Urenkel des Firmen-Gründers damals lastete: Die Arbeitsräume waren zum Teil zerstört, die unternehmerische Initiative durch eingesetzte Treuhänder beschränkt, die Produktion auf ein Minimum reduziert und die Vorräte - für eine Sektkellerei besonders wichtig - beschlagnahmt. Mühsam waren die Jahre bis zur Währungsreform, und mühsam blieben - im Gegensatz zu anderen Wirtschaftszweigen - auch die vier Jahre bis 1952. Vor allem deshalb, weil jede Flasche Sekt mit drei Mark Sektsteuer belastet war, was den Sektpreis so erhöhte, daß Sekttrinken für 99 Prozent der Deutschen fast unerschwinglich teuer war. Otto Henkell wagte trotz alle Probleme Neues. Er erinnerte sich einer nicht aktiven Henkell-Gesellschaft: der Tochterfirma Nicolaus Rüttgers. Der Name stammte von einem ehemaligen Prokuristen der Kellerei aus Mainzer Zeiten. In dieser Firma produzierte Otto Henkell einen neuen Sekt, den "Rüttgers Club" - mittlerweile zu einer der größten Sektmarken der Welt geworden. 1952 wurde die Sektsteuer endlich auf das erträgliche Maß von einer Mark gesenkt. Mit dem Wirtschaftswunder kam ein kaum erwarteter Konsum-Boom, der auch den Genußmittel-Bereich erfaßte. Der zweite wichtige Bereich, um den sich Otto Henkell besonders intensiv kümmerte, war der Export von Henkell Trocken. Auch hier blieb der Erfolg nicht aus: Fast jede zweite Flasche deutscher Sekt, die außerhalb der Bundesrepublik getrunken wird, stammt von Henkell. Die Sektkellerei Henkell & Co. hat an der deutschen Sektherstellung einen Anteil von zirka 25 Prozent, sie ist damit die führende Firma der Branche. Henkell & Co. stellt folgende Sektmarken her: Henkell Trocken, die Traditionsmarke seit 1894; einen für Diabetiker geeigneten Henkell Trocken; den roten Sekt Kardinal und den Adam Extra Herb, benannt nach Adam Henkell, dem Firmengründer. Außerdem: Carstens SC Spezial Cuvée Jahrgangssekt, Rüttgers Club, Rüttgers Club Rose und Rüttgers Club Rot Sekt.
Henkes' Dry Gin
Henkes' Dry Gin Black Label wird von der J. H. Henkes' Distillery in Holland hergestellt. Man verwendet für die Destillation Wacholderbeeren und Gewürze, unter denen die Zitronenmelisse tonangebend ist. Daneben werden Lavendelblüten, Koriander, Hopfenblüten und Kümmel zugesetzt. Typisch für diesen Gin ist sein frischer, pikanter Geschmack. Alkohol: 40 Prozent
Hennessy, Richard
Ire, der 1765 die Cognacfirma Hennessy gründete; Erfinder der Altersbezeichnung - V.S.O.P.
Hennessy
Gehört mit der Firma Martell zu den ältesten und größten Cognacfirmen und wurde 1765 vom Iren Richard Hennessy gegründet; verfügt über einen einzigartigen Vorrat an alten Cognacs; der Lagerbestand wird mit über 100 Millionen Flaschen angegeben; die Firma JA's Hennessy & Co. in Cognac besitzt ca. 250 ha Rebfläche; zusätzlich werden die Trauben von ca. 2000 Winzern gekauft; jährlicher Umsatz: über 20 Millionen Flaschen, von denen der größte Teil exportiert wird; durch Fusion mit der Champagnerfirma Moët & Chandon wurde 1970 die Moët-Hennessy-Gruppe gegründet.
Hennessy
Im Jahre 1750 ließ sich Richard Hennessy, in Irland geborener Offizier einer im Dienst des französischen Königs stehenden Brigade, in der Charente nieder. Er gründete 1765 das Cognac-Haus Hennessy. Markenzeichen des Hauses ist ein bewaffneter Arm. Firmengründer Hennessy verkaufte schon früher Fässer mit Cognac nach Übersee sein Enkel Maurice Hennessy begann 1865 damit, seine Cognacs mit Sternen und englischen Altersbezeichnungen auszustatten, da der Export in englisch-sprechende Länder das erforderte. Hennessy besitzt in der Charente 510 Hektar Weinberge, gerade genug, um sieben Prozent des jährlichen Bedarfs des Hauses zu decken. Unabhängige Winzer liefern 30 Prozent, der Rest kommt aus zwölf mit Hennessy verbundenen Destillerien. In neunzehn Keller-Lagern liegen 150 000 Limousin-Eichenfässer (mit je ca. 350 Liter Inhalt). Die Firma Jas Hennessy & Co. ist seit 1971 mit den Champagner-Häusern Moët & Chandon, Mercier und Ruinart in einer Holding, der Moët-Hennessy, verbunden. Folgende Hennessy-Abfüllungen werden angeboten. V. S. - Very Special; die Standardmarke des Hauses; V.S.O.P. - Fine Champagne; wird aus bis zu 80 Bränden der Grande und Petite Champagne komponiert; Bras d'Or - Napoléon, ein ungewöhnlich milder Cognac mit sehr hohem Anteil an alten Bränden; X. O., diese "Extremely Old" genannte Spitzenmarke des Hauses erhält ihre Fülle durch die Verwendung von sehr alten Bränden; Paradis, ein Cognac, der aus den als "Paradis" bezeichneten alten und ältesten Beständen des Hauses zusammengestellt ist; dieses Spitzenprodukt zählt ganz sicher zu den besten Cognacs überhaupt.
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