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Glossar (KAR - Kin)
KARLOWITZER
Er ist das jugoslawische Gegenstück zum Refosco. Auch hier werden dem roten Grundwein Alkohol und Zucker beigemischt. Er ist von einfacher Qualität. Der Karlowitzer wird auf zirka 15 Vol.-% aufgespritet, bei zirka 10 Prozent Restzucker wird die Gärung gestoppt.
KUNSTSCHAUMWEIN
Der auch als Perlwein bezeichnete versetzte Wein wird durch ein besonderes Verfahren, das Inprägnierverfahren, erzeugt. Dem Grundwein von einfacher Qualität wird in stark gekühltem Zustand Kohlensäure zugeführt und die Dosage (Geschmacksbeigabe) meist in Form einer Zucker-Likör-Lösung beigegeben. Unter Gegendruck wird der Perlwein abgefüllt. Die künstliche Kohlensäure hat keine feste Bindung mit dem Wein und ergibt ein grobes Mousseux, das sind große Kohlensäurebläschen, die im Glas rasch entweichen. Die Bezeichnung "Perlwein" muuß auf dem Etikett stehen. Gesetzliche Bestimmungen: In Österreich Nach dem Österreichischen Weingesetz ist Perlwein ein Wein, der je Liter bis zu 40 g unvergorenen Zucker, bis zu 12 Vol.-% Alkohol und einen Kohlensäureüberdruck von mindestens ½ bis höchstens 2 bar bei 15°C aufweist. In der Bundesrepublik Deutschland Nach dem deutschen Weingesetz ist Perlwein ein Wein mit einem vorhandenen Alkoholgehalt von mindestens 8,5 Vol.-%, der in geschlossenen Behältern bei 20°C einen auf endogenes gelöstes Kohlendioxid zurückzuführenden Überdruck von mindestens 1 Bar und höchstens 2,5 bar aufweist. In der Schweiz In der Schweizer Lebensmittelverordnung ist Perlwein definiert als Wein, der aus Trauben der Vinifera-Sorten hergestellt wird und einen Kohlensäuredruck von 1,6 bis 2,5 bar bei 20°C aufweist. Sofern der Druck ganz oder telweise auf die Beigabe künstlicher Kohlensäure beruht, muß die Sachbezeichnung "mit Kohlensäure imprägniert" vervollständigt werden. Der Alkoholgehalt muß mindestens 8 Vol.-% betragen.
Kahlúa
Kahlúa Licor de Café ist ein mexikanischer aromatischer Kaffeelikör. Er wird nach Gehimrezept unter Zusatz von Kräutern und Vanille von der Kahlúa hergestellt. Den seit Ende 1963 auf dem deutschen Markt eingeführten Dahlúa produziert Peter F. Heering in Kopenhagen in Lizenz. Alkohol: 26,5 Prozent.
Kairi
Kairi Rum kommt aus Trinidad. Er zählt zu den besten leichten Rums der Karibik und wird in einer der schönsten und modernsten Rumbrennereien Westindiens destilliert. Hersteller ist Trinidads größter Rumproduzent, das weltbekannte Haus Angostura. Der in Deutschland angebotene Kairi-Light White Trinidad Rum hat 38 Prozent Alkohol.
Kentucky Tavern
Die Glenmore Distilleries Copany wurde 1872 von James Thompson, einem gebürtigen Nordiren, in Owensboro/Kentucky gegründet. Im Jahre 1886 brachte er den Kentucky Tavern Bourbon Whiskey auf den Markt. Seit dieser Zeit florierte die Glenmore Distilleies Company, der Kentucky Tavern wurde auch über die Granzen des Landes hinaus bekannt.
Kessler
Georg Christian Kessler, der spätere Gründer der ältesten deutschen Sektkellerei, wurde am 30. März 1787 in Heilbronn geboren. Er lernte bei einem Keufmann in Neuwied am Rhein und trat 1804 eine Stelle als Comptorist im damals zu Frankreich gehörenden Mainz an. Am 1. Juli 1807 begann Kessler im Hause Veuve Clicquot in Reims zu arbeiten. Am 20. Juli 1810 erhielt er Prokura für die Firma Clicquot. Die berühmte, 1772 gegründete Champagner-Kellerei hatte damals, durch die politische Lage bedingt, schwere Zeiten zu überstehen. Das Jahr 1822 brachte eine Wirtschaftskrise, der Absatz von Champagner ging katastrophal zurück. In dieser Situation wußte Kessler Rat: Er schlug der Witwe vor, die Bankgeschäfte und den Tuchhandel, die einst Schwerpunkte der Untenehmungen ihres Schwiegervaters waren, wieder aufzunehmen. 1819 hatte G.C. Kessler die aus einer angesehenen Familie in Sedan stammende Mademoiselle Jobert geheiratet. Als seine Frau und das inzwischen geborene Kind bei einer Seuche ums Leben kamen, faßte Kessler den Entschluß, in die Heimat zurückzukehren. 1823 kaufte Kessler das Gut Neuhof, zu dem umfangreiche Weinberge gehörten. Es war also genau der Platz, an dem er seiner Leidenschaft frönen konnte: der Bereitung moussierender Weine. Es gelang ihm, die Witwe Clicquot zur Errichtung einer Filiale in Deutschland zu bewegen, nämlich zum Ankauf der Wollmanufaktur von Christian Ludwig Hübler. Im Januar 1826 heiratete Kessler die Tochter des Freiherrn von Vellnagel, Staatssekretär in Württemberg; und im Mai 1826 erfolgte seine endgültige Trennung von den Reimser Aktivitäten. Das von der Firma Clicquot im April 1825 erworbene Geschäft übernahm Kessler auf eigene Rechnung. Am 1. Juli 1826 war es endlich soweit: ein Wunschtraum G.C. Kesslers ging in Erfüllung. Er gliederte seiner Textilfirma eine Sektkellerei an. Sofort wurde mit voller Kraft gearbeitet - ein Zeichen, daß Kessler schon jahrelang dieses Projekt vorbereitet hatte. Ihm zur Seite stand sein Mitgesellschafter und stiller Teilhaber Heinrich August Georgii. Am 1. Juli 1835 trat Carl Weiss als weiterer Gesellschafter in die Firma ein und 1841 Gustav Stitz, der schon in der Textilfirma Kesslers Teilhaber war. Die Erweiterung des Unternehmens wurde notwendig, und es verging kaum ein Jahrzehnt im 19. Jahrhundert, in dem die Sektkellerei Kessler nicht umgezogen wäre, Räume gepachtet oder neu gebaut hätte. Im Januar 1842 zog sich der inzwischen geadelte Georg Christian von Kessler von den Geschäften zurück. Sein Gesundheitszustand war nicht gut. Darum überließ er seinen Anteil den MItgesellschaftern Georgii, Weiss und Stitz. Am 16. Dezember 1842 stirbt Kessler. Carl Weiss, bei Kesslers Tod 33 Jahre alt, führt die Sektkellerei weiter. Er hatte seine Jugend in Stuttgart verbracht, 1824 eine Lehre gemacht, seit 1827 lebte er in Genf. Dort heiratete er 1831 Henriette Chenaux, die Enkelin eines Weinbergbesitzers in St. Vinzenz. Nach seinem Eintritt in die Firma Kesslers arbeitete eng mit seinem Partner zusammen und sorgte dafür, daß die gemieteten Keller fest gekauft wurden; er baute immer neue Absatzgebiete auf. 1842 wurden schon 140000 Flaschen Kessler erzeugt. Als im Oktober 1852 Heinrich Georgii aus der Firma ausschied, überließ er Carl Weiss und Gustav Stitz seinen Anteil. Am 1. August 1866 trat der 1832 geborene August Weiss die Nachfolge seines Vaters im Hause Kessler an. Stitz zog sich 1876 zurück und gab seinen Posten seinem Neffen Gustav Stitz. Im Okober 1895 trat der 1871 geborene Carl-Weiss-Enkel Rudolf in die Firma Kessler ein. 1902 zieht sich August Weiss vom Geschäft zurück und überläßt seinen Anteil seinem Sohn Rudolf. Und als zwei Jahre später Gustav Stitz stirbt, Zahlt Rudolf Weiss die Erben aus, er ist nun alleiniger Inhaber der Sektkellerei Kessler. Bis heute bifindet sich das Haus Kessler - nun in der fünften Generation - in den Händen der Familie Weiss. Ihr gelang es, auch in den nicht leichten Kriegs- und Nachkriegszeiten die älteste deutsche Sektkellerei zu erhalten und auszubauen. Die Qualität der Kessler-Produkte - alle Sekte des Hauses werden im Flaschengärungsverfahren hergestellt - ist unbestritten. Die Kessler-Marken: Gold - die Standardmarke des Hauses; Rosé - trockener, rassiger, reifer und würziger Sekt; Brut Cabinet - sehr trockener, klassischer Herrensekt; Cabinet - die vermutlich älteste Sektmarke auf dem deutschen Markt; Cabinet Rot - vollmundiger, körperreicher Rotsekt; Cabinet Sionon - fein abgestimmter, für Diabetiker geeigneter Sekt; Jägergrün - aus Riesling-Trauben berühmter deutscher Lagen; Extra Cuvée - feiner, lieblicher, von Damen bevorzugter Sekt; Urherb Extra Dry - Cuvée aus Saar-Riesling-Weinen, herb und rassig; Hochgewächs - die klassische Spitzenmarke des Hauses, aus französischen Weinen mit sehr feinem Mousseux; Ayler Kupp Riesling - Sekt aus den Weinen der berühmten Lage an der Saar; Neckarhalde - Riesling-Sekt mit Jahrgang aus Kessler-eigenen Weinbergen in Esslingen; Eilfinger Berg Riesling - aus Weinen der Herzoglichen Württembergischen Hofkammer-Kellerei. Die neueste Kreation ist Kessler Hochgewächs Ultra Brut. Dieser Sekt wird vollkommen ohne Dosage hergestellt. Ein solches Produkt stellt höchste Ansprüche an die verwendeten Grundweine; nur wenn sie erstklassig sind, lohnt sich die Arbeit. Kessler hat für seinen Ultra Brut in erster Linie Chardonnay-Weine verarbeitet.
Keuck
Die Likörfirma Keuck wurde 1895 in Braunschweig gegründet, das traditionsreiche Unternehmen gehört heute zur Steinhäger-Brennerei Schlichte in Steinhagen. Im Programm des Hauses Keuck: Türkisch Mokka (28 Prozent) - er wird aus mittelamerikanischen Hochland-Kaffees hergestellt; dalmatinische Maraska-Kirschen bestimmen den fruchtig-feurigen Geschmack von Keuck Edel-Kirsch (28 Prozent); Keuck Kroatzbeere (28 Prozent) wurde unter Verwendung sommerreifer, schwarzblauer Brombeeren hergestellt.
Kijafa
Dansk Kijafa ist ein Kirsch-Dessertwein, der seit 1841 von einer der bekanntesten dänischen Weinkellereien hergestellt wird: der Vingaarden A/S in Odense. Für ihn werden die kleinen, schwarzen, sehr aromatischen Langeskov-Kirschen verwendet, die nur auf der Insel Fünen wachsen. Die Kirschen werden mit den Kernen gepreßt, nach der Gärung wird der Wein mindestens zwei Jahre in Eichenholzfässern gelagert. Alkohol: 15 Prozent.
Kiln
Trockenofen (Darre), in dem bei der Herstellung von schottischem Whisky das Malz über Torffeuer getrocknet wird
King George IV.
1877 begann die Distillers Company Ltd. (DCL) mit sechs schottischen Lowland-Destillerien ihre Arbeit. Fünf Jahre später gründete die Gesellschaft zusätzlich die North British Grain Distillery, sie wurde später in The Distillers Agency Ltd. umbenannt. Der Hauptsitz dieser Firma ist in Edinburgh, in der Nähe von Port Edgar am Firth of Forth. Das ist der Platz, an dem König George IV. im August 1822, nach dem ersten Staatsbesuch eines englischen Königs seit 200 Jahren in Schottland, an Bord seines Schiffes gegangen war. Seit 1903 wird hier der Blended Scotch King George IV. hergestellt, destilliert aus 40 Highland- und Lowland-Whiskies. An über hundert Importeure in aller Welt werden heute jährlich rund zwölf Millionen Liter King George IV. (40 Prozent) versandt.
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aktueller Stand:
13.197 Rezepte
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