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vFridge

Pilla Dieci Anni

Der Pilla Dieci Anni ist ein Spitzen-Brandy aus Italien. Die in Deutschland erhältliche 40prozentige Grand Reserve O.P. wird in Bologne produziert und kommt nach zehnjähriger Faßlagerung in den Handel.

Pimm's No 1 Cup

Der Gin Sling Pimm's No 1 Cup wurde 1841 von James Pimm, dessen Hobby interessante Getränke waren, erfunden. Er verkaufte die neue Mischung mit Erfolg in der ihm gehörenden Oyster Bar in London. Die Nachfolger von James Pimm entschieden sich in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts dafür, den Pimm's No 1 Cup auf Flaschen abzufüllen und in großem Rahmen zu verkaufen. Mit britischen Schiffen kam Pimm's No 1 Cup nach Übersee, die erste Kiste wurde an das Galle Faca Hotel in Colombo/Ceylon verschifft. Die genaue Rezeptur von Pimm's war und ist bestgehütetes Geheimnis. Auch heute kennen nur sechs Personen das Rezept. Jeder Angestellte, der in die Firma eintritt, muß sich verpflichten, sollte er das Rezept durch Zufall erfahren, es nicht preiszugeben. Die Gefahr ist allerdings auch nur gering: Die Zutaten werden so eingekauft, daß man auch daraus das Rezept nicht rekonstruieren kann. Von Zeit zu Zeit wird Pimm's No 1 Cup mit dem Original-Rezept von 1841 verglichen und festgestellt, ob es immer noch den alten Angaben über Alkohostärke, Zusammensetzung etc. entspricht. Einige Jahre war Pimm's von No 1 bis No 6 erhältlich; No 2 war auf Scotch-Basis hergestellt, bei No 3 war es Brandy, bei No 4 Rum und Brandy, bei No 5 American Whisky und bei No 6 Wodka. Die Nummern 2 bis 6 wurden jedoch wieder eingestellt, nachdem der Umsatz fast ausschließlich mit Pimm's No 1 gemacht wird. Es gibt also nur den auf Gin-Basis hergestellten Pimm's No 1. Alkohol: 33 Prozent.

Pinch Haig

Amerikanische Bezeichnung für die in Europa übliche Bezeichnung des - Dimple Haig

Pineau des Charentes

Vor mehr als 300 Jahren, als man im Cognac-Gebiet mit der Destillation begann, goß ein Winzer frisch gekelterten Traubensaft in ein vermeintlich leeres Faß. Es war aber noch ein Rest Cognac im Faß, der die Gärung des Mostes stoppte, ihn klärte und von Unreinheiten befreite. Als der Winzer das Faß nach einigen Monaten öffnete, hatte sich sein Inhalt erstaunlich verändert: Im Faß war ein fruchtiger, frischer Likörwein, in dem sich der Geschmack reifer Trauben mit dem Aroma alten Cognacs verband. Der Zufall hatte - will man den Erzählern glauben - ein neues Getränk geschaffen, den Pineau des Charentes. Der Pineau des Charentes ist ein Likörwein mit Appellation Contrôlée (kontrollierte Herkunftsbezeichnung), je nach Traubensorte weiß oder rosé. Er unterliegt damit, genau wie andere französische Qualitätsweine, strengen Vorschriften über Abgrenzung des Produktionsgebietes, zulässige Rebsorten, Höchstertrag pro Hektar, Mindestalkoholgehalt und Weinbereitungsverfahren. Die ersten Verordnungen für den Pineau des Charentes stammen aus dem Jahre 1935, sie wurden zuletzt 1972 überarbeitet und dabei noch strenger als bisher gefaßt. Peneau des Charentes darf nur im gestzlich festgeleten Cognac-Gebiet aus frischem Traubensaft bestimmter Rebsorten und aus Cognac hergestellt werden, also noch während der Weinlese. Die Verwendung von konserviertem, konzentriertem, gefiltertem oder geschwefeltem Most ist verboten. Der Saft muß aus gut ausgereiften Trauben gekeltert werden, einen natürlichen Zuckergehalt von mindestens 170 Gramm pro Liter und einen potentiellen Alkoholgehalt von mindestens 10 Prozent haben. Die Trauben werden nur leicht gepreßt, so daß die gekalterte Menge 40 Hektoliter pro Hektar bei weißen und 50 Hiktoliter pro Hektar bei roten Trauben nicht übersteigt. Die Gärung des Mostes wird durch den Zusatz von mindestens ein Jahr altem, 60prozentigem Cognac gestoppt. Dadurch bekommt der Likörwein einen Alkoholgehalt von mindestens 16 und höchstens 20 Prozent. Cognac und Most müssen vom selben Wonzer oder von derselben Genossenschaft stammen. Damit Traubensaft und Cognac sich gut miteinender verbinden, wird während der ersten Wochen, meist jadoch während des ganzen Winters, die Mischung oft "aufgerührt". Alles geschieht ein Eichenholzfässern, in denen der Wein mindestens zwolf Monate lagern muß. Bevor der Pineau des Charentes in den Handel kommt, muß er noch eine Laboranalyse und eine Geschmacksprüfung bestehen.

Pint

Abkürzung pt. US-amerikanische und englische Maßeinheit. Ein US-Pint entspricht 0,473 Liter, ein englisches Pint 0,568 Liter.

Piper-Heidsieck

Das von Florens Heidsieck im Jahre 1785 gegründete Champagner-Haus Heidsieck spaltete sich 1834 (Charles Heidsieck, Heidsieck-Monopole und Piper-Heidsieck). Neffe Christian Heidsieck war 1808 in die Firma eingetreten und gründete 1834 seine eigene Firma Heidsieck. Er starb jedoch im Jahr darauf. Seine Witwe führte die Firma weiter und heiratete 1837 ihren Schwager Piper. Von da an hieß die Firma Piper ab 1845 tauchte der Doppelname auf. Heute leiten Madame d'Ales und ihr Sohn François d'Aulan die Firma. Piper-Heidsieck verfügt über zwölf Kilometer lange Keller in Reims, in denen mehrere Millionen Flaschen lagern. Die Piper-Heidsieck-Champagner: Demi Sec, Brut Extra, Brut Sauvage, Brut Extra - Vintage, Brut Rosé - Vintage und Florens Louis - Brut Vintage.

Pisco

Die Heimat des Pisco ist die südlich von Perus Hauptstadt Lima gelegene Hafenstadt gleichen Namens. Im nahe gelegenen Ica-Tal wachsen Muskateller-Trauben, aus denen angeblich der beste Pisco destilliert wird. Der Pisco ist ein dem Trester ähnlicher Branntwein, er bleibt durch die Lagerung in Porösen, mit Bienenwachs abgedichteten Tontöpfen hell und klar. Pisco trikt man in seiner Heimat frisch nach der Destillation; der für den Export bestimmte wird jedoch gelagert. Auch Bolivien und Chile stellen Pisco her. Alkohol: 40 bis 45 Prozent.

Pisco d'Italia

Sammelbezeichnung für alle in Italien erzeugten Branntweine aus Wein oder Weintrestern; die Farbenskala reicht von wasserklar bis hellbraun

Pitú

Aus Zuckerrohr wird Aguardente de Cana, der Nationalschnaps Brasiliens, destilliert. Pitú ist einer der größten Hersteller von Zuckerrohrschnaps, 50 Millionen Flaschen verlassen jährlich das Werk in Vitoria de Santa Antao. Pitú wird in Fässern importiert und in Deutschland auf Flaschen gefüllt. Charakteristisch: der Krebs auf den Flaschenetiketten ("Pitú"). Alkohol: 41 Prozent.

Plym

Englische Kurzbezeichnung für Plymouth Gin

Plym Gin

Das italienische Haus Stock wollte 1965 sein Sortiment um einen international bekannten Gine erweitern. Das Stammhaus in Triest entschied sich für einen Vertrag mit der Coates & Co. in Plymouth. Laut Abkommen wird der Plym Gin unter Kontrolle des englischen Hauses produziert, dessen Erfahrung mit der Gin-Produktion bis in das Jahr 1793 zurückreicht. Aus Plymouth-Gin wurde die Kurzfassung "Plym Gin" auf dem Etikett. Die Rezeptur entspricht jedoch dem Original des englischen Hauses. Alkohol: 40 Prozent.

Pol Roger

Pol Roger in Epernay steht in der Geschichte der renommierten Champagner-Häuser auf einem besonderen Platz.Bereits zwei Jahrzehnte nach der Gründung des Hauses durch Pol Roger - er war damals erst 18 Jahre alt - war sein Champagner ein Begriff. Nach dem Tode des Vaters übernehmen Maurice und Georges Pol Roger die Firma. Drei Monate später, im März 1900, brechen große Teile der Roger-Keller zusammen und begraben 500 Fässer und 1,5 Millionen Flaschen unter sich. Trotz der vielen Arbeit des Neubeginns finden beide Brüder Zeit, sich um öffentliche Belange zu kümmern. Maurice Pol Roger zum Beispiel wird Bürgermeister von Epernay, 1919 Ritter der Ehrenlegion und 1950 Offizier der Ehrenlegion. Er stirbt 1959, zwei Wochen vor seinem 90. Geburtstag. Pol Roger ist bis heute ein traditionsbewußtes Familienunternehmen. Die Champagner von Pol Roger: Extra Cuvée de Réserve - Sec, Extra Cuvée de Réserve - Brut, Extra Cuvée de Réserve - Brut Vintage, Rosé - Vintage, Blanc de Blancs Chardonnay - Vintage, Réserve Speciale Vintage.

Polar

Das Rum-Handelshaus Lehment in Kiel stellt drei Rum-Qualitäten her: Polar Rum-Verschnitt (40 Prozent), Polar Übersee-Rum (40 Prozent) und Polar Echt Übersee-Rum (54 Prozent).

Polignac

Das Cognac-Haus Prince Hubert de Polignac hat seinen Namen von einer Familie, die zu den ältesten des französischen Adels zählt. Man kann ihre Geschichte bis zu Armand I. de Polignac ins Jahr 860 zurückverfolgen. Im Laufe der Jahrhunderte haben Polignacs in der Politik oft wichtige Rollen gespielt. Der Cognac "Prince Hubert de Polignac" wird von der bedeutendsten Winzergruppe der Charente produziert: 4000 Winzer liefern jährlich mehr als 450000 Hektoliter Wein. Das sind sieben Prozent der gesamten Ernte, sie reichen aus, um 12,5 Millionen Flaschen 40prozentigen Cognac herzustellen. Die Weine werden bei zwanzig Brennereien in 125 Brennkesseln destilliert, darunter ist die Brennerei von Saint-Sulpice de Cognac. Sie gehört mit einer Kapazität von mehr als 100000 Hektoliter Wein pro Kampagne zu den modernsten des Gebiets. Der "Prince Hubert de Polignac" wird in 86 Länder exportiert. In Deutschland werden folgende 40prozentige Qualitäten angeboten: V.S. - Very Special Sélection, V.S.O.P. - Fine Champagne und Dynastie Grande Fine Champagne.

Pommery

Das im Jahre 1836 gegründete Haus Pommery in Reims ist einer der bedeutendsten Champagner-Hersteller. Pommerys Keller zählen zu den schönsten der Champagne: 18 Kilometer lange Gänge verbinden, 30 Meter tief unter der Erde, 120 pyramidenförmige Kreidebrüche, in denen rund 15 Millionen Flaschen lagern. Nach diesen "Crayères" wurde auch das 1905 fertiggestellte Schloß der Besitzer benannt. Es ist nicht das Stammschloß der heutigen Pommery-Inhaber, der Polignacs. Die Familie Polignac gehört zu den ältesten des Landes, ihre Vorfahren lassen sich bis zum Jahre 860 urundlich verfolgen. Madame Veuve Pommery, die 1836 das Unternehmen gründete, war die Urgroßmutter des heutigen Firmen-Präsidenten, Prinz Guy de Polignac. Ihr verdankt die Welt der Genießer den Brut-Champagner. Vor über hundert Jahren hatte sie als erste die Idee, einen ganz trockenen Champagner zu machen; sie nannte ihn "Nature". Der erste Jahrgang Pommery Nature war der 1874er, er wurde auf dem englischen Markt ein besonders großer Erfolg. Unsprünglich hatte die Firma in der Rue Vauthier-le-Noir in unmittelbarer Nähe der Reimser Kathedrale ihren Sitz, dann kaufte Veuve Pommery, deren Kompagnon Greno sich nach 1860 aus dem Betrieb zurückgezogen hatte, das heutige Firmengelände und baute darauf neue Gebäude - alles gewollte Kopien verschiedener englischer und schottischer Schlösser im elisabethanischen Stil. Heute besitzt das Haus Pommery Brut Royal - rassig, elegant und sehr trocken, mit allen Vorzügen eines großen Brut-Champagners; Brut 1975 - ein Champagner, der die "trockene" Tradition des Hauses fortsetzt; Brut Rosé Monaco - eine elegante und feine Rosé-Cuvée, sie wurde dem 25. Jahresteg der Regierung des Prinzen Rainer III. von Monaco im Jahre 1974 gewidmet; Avize Brut Blanc de Blancs - ein Edel-Champagner, der nur in kleinen Mengen angeboten wird. Der Grund dafür: Die Osthanglage südlich von Epernay ist das Königreich der Chardonnay-Trauben, hier sind auch die Avize-Rebflächen. Wegen der besonderen Beschaffenheit des Bodens und der optimalen Lage wurden diese Weinberge in die höchste Qualitätskategorie eingestuft, d.h. mit 100 Prozent bewertet. Das Haus Pommery besitzt einen ansehnlichen Teil dieser Rebflächen und reserviert davon die besten, sorgfältig verlesenen Trauben für den "Avize". Neben den Champagnern hat Pommery einen Marc de Champagne im Programm. Eine kraftvoll aromatische Branntwein-Spezialität, die ausschließlich aus den qulitativ mit 100 Prozent klassifizierten Pommery-Weinbergen stemmt. Dieser Marc wird nicht industriell, sondern auf dem Pommery-Weingut handwerklich destilliert; er reift über zehn Jahre in dünnwandigen Eichenholzfässern. Alkohol: 42 Prozent.

Portugiesischer Weinbrand

Dieser, Aquardente" wird hauptsächlich aus den Weinen des Portweingebietes hergestellt und danach in alten Portweinfässern gelagert

Portwein

Die Geschichte des heute bekannten Portweins geht auf das Jahr 1726 zurück. In diesem Jahr wurde die erste Vereinigung der Oporto-Weinhändler gegründet. Man versuchte damals, den Wein des Landes dem Geschnack englischer Käufer anzupassen. Dafür wurde der einfache rote Douro-Wein mit Weinbrand verstärkt, denn so, glaubte man, könne er in England mit anderen Alkoholika konkurrieren. Die Weinhändler ahnten jedoch nicht, daß die Zugabe von Alkoholh die Wein-Entwicklung hemmt und daß man dadurch eine völlig andere Art von Weinen erhalten würde. 1756 wurde die Douro-Wein-Compagnie gegründet. Sie legte die Grenzen des Portweinanbaugebietes im Norden Portugals gesetzlich fest - es war die erste bekannte Abgrenzung eines Weinbaugebiets überhaupt. Die Herstellungsmethoden für Portwein wurden ebenfalls erstmals geregelt. Diese Bestimmungen hat man Ende des 19. Jahrhunderts noch einmal modifiziert. seitdem haben sie sich kaum verändert. Portwein stammt ausschließlich aus einem geographisch streng abgegrenzten Gebiet, der Alto-Douro-Region an den Ufern des Oberlaufs des Douro-Flusses in Portugal. Die Begrenzung wird durch ein lückenloses Kontrollsystem überwacht. Nach Vila Nova de Gaia, das gegenüber von Porto an der Mündung des Souro liegt, können nur Winzer, die Mitglied der Casa do Douro sind, verkaufen. Diese Vereinigung bestimmt nach strengen Prüfungen die Weinmenge, die jeder Winzer liefern darf. Nur in einem abgegrenzten Areal in Vila Nova de Gaia dürfen die Exporteure Lager unterhalten, und nur von dort darf der Portwein Jahre später exportiert werden. Eine staatliche Instanz, das Instituto do Vinho do Porto, gibt den Exporteuren nach der Prüfung des Weins ein Ursprungszeugnis, ohne das kein Portwein die Stadt verlassen darf. Jede Flasche, die hier abgefüllt wird, erhält die Banderole des Instituto do Vinho do Porto. Sie wird mit fortlaufender Nummer über den Korken geklebt- Als Qualitätsbeleg bleiben jeweils zwei Flaschen beim Instituto unter Verschluß. Die Landschaft des Alto-Douro ist für den Weinbau in der Welt einmalig. Hier werden auf steilen Terrassen unter schwierigsten Bedingungen Reben gepflanzt und gepflegt. Die Rebwurzeln müssen sehr tief in den oft fast senkrecht gehenden, bröckeligen Schiefer eindringen, um Wasser zu finden. Ein Großteil der Weinberge wurde erst in die steilen Hänge gesprengt. Aus großen Steinbrocken bauten die Winzer Tausende von Stützmauern, um die künstlichen Terrassen und das mühsam hinaufgeschaffte Erdreich zu festigen. Schiefergestein findet man überall auf der Welt, aber immer brechen die Platten horizontal. Im Douro-Bezirk hingegen spalten sie sich in einem Winkel von 60 bis 90 Grad in Richtung zum Erdinnern. Damit kommt man dem Geheimnis des Portweins ein wenig näher: am Tage läßt der Schiefer die sengenden Sonnenstrahlen nicht zu tief in das Erdreich eindringen, in der kühleren Nacht wird er zum Wärmekissen für die Reben. So gibt der Schiefer den Trauben zusätzliche Stunden der Reife. Die Weinlese beginnt etwa Ende September. Die Trauben werden in große Körbe gefüllt und schnell zum Kelterhaus gebracht. Die Eile ist nötig, weil in dem heißen Klima überrreife Trauben allzu rasch eine vorzeitige Gärung beginnen. Nach der Kelterung beginnt dann der erwünschte Gärprozeß, er wird durch Hefepilze, die auf den Häuten der Beeren sind, unterstützt. Die Gärung dauert so lange, bis der Winzer sie durch die Zugabe von Alkohol stoppt. Der Zeitpunkt der Alkoholzugabe hängt von der erwünschten Güte des Weins ab. Je früher der Alkohl beigefügt wird, desto süßer wird der Wein, je später, desto trockener. In großen Bottichen ruht der Wein und bleibt bis zum Frühjahr im Anbaugebiet. Dann wird er so behutsam in große Fässer umgefüllt, daß die Ablagerungen in den ersten Fässern zurückbleiben. Beim Umfüllen wird nochmals Alkohol zugegeben. Dann werden die Fässer zu den Lagerhäusern - den Lodges - der Firmen in Vila Nova de Gaia gebracht. Früher transportierte man die Fässer mit hochschnabeligen, kiellosen Segelschiffen. Heute werden sie auf Lastwagen befördert. Jade Portwein-Firma kauft verschiedene Weine auf und stellt sie in riesigen Verschnittfässern zu den von ihr gewünschten Kompositionen zusammen. Seine endgültige Reife erhält der Portwein dann in kleinen Eichenholzfässern. Über 20 verschiedene rote und weiße Rebsorten wachsen im Louro-Gebiet. Und so gibt es seit eh und je rote und weiße Portweine. Es werden immer verschiedene Portweine (Rebsorten und Jahrgänge) miteinender gemischt. Sie reifen in Lagerhäusern, die, anders als die Bodegas in Spanien, nicht belüftet sind. Die Portweine bekommen fast ohne Ausnahme ihre endgültige Reife in Fässern, daher heißen sie generell "Wood Port". Oft findet man auf Etiketten den Hinweis "Matured in Wood" (gelagert im Holzfaß). Nur wenige Ports, es sind die kostbarsten, die Vintage Ports, erreichen ihre Reife in Flaschen. Innerhalb der roten und weißen Ports gibt es verschiedene Farbabstufungen. Die Farbe eines Ports sagt nichts über seine grundsätzliche Qualität, sie kann aber eine gewisse Auskunft über sein Alter geben. Roter Portwein verblaßt mit den Jahren, der weiße gewinnt dagegen einen immer kräftigeren Ton, so daß sich Weine beider Grundfarben im hohen Alter äußerlich oft sehr ähneln. Eine Oxydation der natürlichen Farbstoffe bewirkt in erster Linie den sichtbaren Wandel. Diese Oxydation ist besonders stark, wenn der Wein in seiner Lagerzeit mit Luft in Berührung kommt, also im Faß altert. Vintage Ports werden nach zweijähriger Faßlagerung auf Flaschen gezogen und reifen dann in der Flasche unter Luftabschluß. Sie verlieren wesentlich langsamer an Farbe. Wood Port verbringt seine komplette Reifezeit im Holz. Während dieses Prozessees verändert der Port im Faß seine Farbe, und von dieser Farbe hängt auch die Sorten-Bezeichnung ab. Die Färbung reicht von Purpur (als junger Wein) bis zum reinen Rot (="Ruby") und von Rot bis zu Orange (="Tawny"). Ruby Port ist wohl der bekannteste unter den Ports. Er wird aus Weinen mehrerer Jahre verschnitten, d.h. älterer Port wird mit jüngerem vermischt und reift mindestens drei Jahre im Faß bis zur Abfüllung. Gute Ruby bleiben bis zu acht Jahre im Faß. Der Ruby ist immer ein recht robuster Wein, kräftig in der Farbe und voll im Durft, er hat eine leichte Frische im Geschmack. Ruby Ports sollten bald nach der Abfüllung getrunken werden. Flaschenlagerung verbessert sie nicht. Tawny Port ist ein aus Weinen mehrerer Jahre verschnittenes Produkt, wenn seine Reifezeit im Faß beginnt. Sie dauert ungefähr acht jahre, bessere Tawnys reifen bis zu zwölf Jahre in dieser Zeit verliert der Port seine dunkle Farbe nd wird rötlich-braun bis golden. Im Geschmack ist ein Tawny weicher und milder als der Ruby, er hat ein leichtes, aber volles, ein wenig nußartiges Aroma. Auch dieser Port sollte bald nach der Abfüllung getrunken werden. Vintage Port. Wenn das Wetter im Douro-Tal optimal und eine hervorragende Ernte möglich war, dann produzieren einige Port-Häuser Vintage Ports. Während die jungen Weine heranreifen, werden die allerbesten Fässer aussortiert und nach zwei Jahren Faßlagerung auf Flaschen abgefüllt. In vielleicht drei von zehn Jahren sind die Bedingungen so optimal, daß Vintage Ports möglich sind: Weine, die nur aus Weinen des gleichen Jahrgangs verschnitten sind und die nach der Abfüllung in der Flasche über Jahre hindurch reifen. Vintage Ports, die 30, 40 oder mehr Jahre alt sind, haben einen unvergleichlichen Charakter und zählen zu den besten Winen der Welt. Bereits Mitte des 18. Jahrhunders wurden Jahrgangsweine hergestellt. Der erste große Vintage Port war der des Jahrgangs 1775. Gesetzlich zugelassen sind die Bezeichnungen "Typ Vintage", "Vintage Stil" und "Vintage Charakter". Weine, die diesen Zusatz auf dem Etikett haben, sind jedoch keine "echten" Vintage, sie dürfen keine Jahrgangsangabe haben. Die Vintag Ports haben meistens viel Depot (Satz). Die Flaschen sollen daher vor dem Öffnen einen Tag stehen und eineige Zeit vor dem Servieren in eine Glaskaraffe dekantiert (= umgefüllt) werden. Das Depot ist geschmacklich absolut neutral, trübt aber den schönen Glanz des Weines. Crusted Ports sind verschnittene Weine, die aus veschiedenen oder fünf Jahre in Fässern gelagert haben. Während dieser Faßreife bildet der Wein eine hauchdünne "Kruste", die bei der Flaschenabfüllung entfernt wird. Weil Wein im Holz weit schneller altert als in der Flasche, erreichen die Crusted Ports ihre Reife eher als Vintage Ports. Crusted Port ähnelt dem Late Bottled Vintage. Late Bottled Vintages sind Jahrgangsweine, die fünf Jahre und länger im Faß gelagert haben und dann auf Flaschen gefüllt wurden. Sie haben bereits bei der Abfüllung etwas an Farbe verloren und im Faß die festen Bestandteile abgesetzt, die zum Beispiel im Vintage noch vorhanden sind. Late Bottled Vintages sind eine Spur heller als normale Jahrgangsweine, sehen jedoch aus, als wären sie viel älter. In den letzten Jahren werden auch "Portwines with the Date of Harvest" angeboten. Dazu zählen zum Beispiel die Colheitas. Im Unterschied zum Vintage Port wird ein Colheita nicht jung, sondern spät auf Flaschen gefüllt. Colheitas sind feine, aber viel leichtere Portweine als die schwereren, viel berühmteren Vintage Ports. Colheita Port wird vor der Abfüllung gefiltert, hat also kein Depot. Auf den Colheita-Etiketten sind jeweils der Jahrgang sowie das Jahr der Flaschenabfüllung angegeben. Colheita Port reift im Gegensatz zum Late Bottled Vintage oft Jahrzehnte im Faß. White Port wird aus weißen Trauben wie ein Tawny Port hergestell. Es gibt süße weiße Ports, deren Gärung durch frühzeitigen Alkoholzusatz gestoppt wurde, sie werden verschnitten und reifen im Faß wie die roten Ports. Daneben gibt es trockene weiße Ports (Dry White Port), ihr Zucker ist weitgehend in Alkohol umgewandelt, weil die Gärung nicht durch zugesetzten Alkohol unterbrochen wurde. Trockene weiße Ports sollten gekühlt serviert werden. Der Alkoholgehalt der Portweine liegt meist zwischen 19 und 21 Prozent.

Pot ale

Flüssigkeit, die beim Pot-still-Verfahren bei der Whisk(e)yerzeugung nach dem ersten Destillationsvorgang verbleibt

Pot Still

Destillationsapparate zur Herstellung von Whisky.

Pott

1848 gründete Hans Hinrich Pott in Flensburg, dem Zentrum des Rumhandels, eine kleine Destillerie. Seine Persönlichkeit und sein Fachwissen trugen dem Kapitän und Handelsmann Pott bald den Beinamen "Der Gute" ein. 1874 übernahm Anton Friedrich Schierning das Unternehmen. Aus ausgesuchten Qualitäten von den Westindischen Inseln produzierte man den typischen Flensburger Rum und zalhreiche andere Spirituosen. Andreas Lorck-Schierning ging dann nach dem Ersten Weltkrieg einen völlig neuen Weg: Er trennte sich von 36 Spirituosen-Sorten seines Programms und konzentrierte die Firma auf ein einziges Produkt. Damals wurde "Der gute Pott Rum" zum Markenartikel. In der vierten Generation, unter Leitung von Norbert Lorck-Schierning, begann nach dem Zweiten Weltkrieg ein ungeahnter Aufstieg des Hauses. Der "Gute Pott" wurde zum meistgekauften Rum in der Bundesrepublik. Eine eigene Rum-Destillerie auf der Antilleninsel St. Maarten sichert Pott-Rum eine ausrrichende Rohstoffbasis. Der Gute Pott - Echter Westindien Rum wird mit 40, 54 und 73 Prozent Alkohol angeboten.

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